Was ist Hypnosystemisches Coaching…?

… oder besser gefragt: „was könnte dieser Begriff für den einzelnen bedeuten„? So oder so ähnlich würde wohl ein Systemiker eher die dahinter stehende Frage formulieren. Für ihn gibt niemals ein „es ist so…“, sondern vielmehr ein „Eine Art die Dinge zu betrachten könnte sein…“

Daher gibt es hier auch keine abschließende Antwort auf diese Frage. Den Begriff des „Hypnosystemischen Coachings“ hat Dr. Dr. Gunther Schmidt geprägt, bei dem ich dankbarerweise eine umfangreiche Ausbildung in seiner Art des Denkens und der inneren Haltung machen durfte.

Gunther beschreibt mit diesem Wort einen systemischen – also den ganzen Menschen mit dessen ganz individuellem Weltbild, seiner Realitätskonstruktion – betrachtenden Ansatz der Achtung der Selbstorganisation dieses Systems in Verbindung mit dem in Alltagsgesprächen verpackten Interventionen von Milton Erickson, einem Pionier der modernen Hypnose, bei dem wiederum Gunther selbst lernen durfte.

Als markttauglicheren Begriff verwendet Gunther auch gerne den Namen „Brain Technology“ für die gleichen Ansätze. – in Unternehmen wird dieser Begriff wohl gerne angenommen. Dahinter steckt eine Methode, die den präfrontalen Cortex, also die (scheinbar) steuernde Instanz des Klienten in gewisser Weise ablenkt, um dem limbischen System Bilder, Gefühle, Emotionen zuzuspielen. Das hört sich für den Außenstehenden zunächst möglicherweise manipulativ an. Die Idee verstehe ich jedoch so, die bereits  im System des Klienten vorhanden Ressourcen zur Lösung konkreter, als Problem empfundener Zustände und Empfindungen zu finden und zu aktivieren.

Der Coach ist dabei eher als Katalysator tätig denn als Ratgeber, was aber nicht ausschließt, dass auch dessen Ideen mit in das Gespräch einfließen, die aber eher nicht als echte Empfehlung im Sinne von „Probier doch mal das aus…“, sondern eher als Angebot formuliert würden.